Rawert vor Ort

Denkwürdige Lesung am Antikriegstag in Friedenau

Erinnerungskultur heißt für mich „Nie wieder Krieg“, „Nie wieder Nationalsozialismus und Antisemitismus“. Erinnerungskultur bedeutet für mich die Übernahme von Verantwortung dafür, dass so etwas nie wieder passiert. Erinnerungskultur bedeutet für mich in meiner heutigen Zeit „Wehret den Anfängen"! Wir tragen Verantwortung für das Heutige: Es ekelt mich an, wenn der AfD-Funktionär Alexander Gauland die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz, in Anatolien "entsorgen" lassen will und für die verbale Attacke von vielen Anhänger*innen auch noch gehuldigt wird. Wir müssen Gauland und Konsort*innen entschieden entgegentreten, die Menschen wieder entsorgen wollen!

Auch deshalb war es mir ein besonderes Anliegen, am Antikriegstag eine gemeinsame Veranstaltung und Lesung mit Christa Moog, Inhaberin des Literaturhotel Friedenau und den Journalisten Hans-Peter Föhrding und Dr. Heinz Verfürth zu ihrem Anfang des Jahres erschienenem Buch „Als die Juden nach Deutschland flohen. Ein vergessenes Kapitel der Nachkriegsgeschichte“ durchzuführen. Die Lesung fand mitten im Zentrum des literarischen Friedenaus, im Hotel Friedenau – Das Literaturhotel Berlin statt. Die Autoren arbeiten für Zeitungen und Rundfunk über politische und soziale Themen, sie leben in Berlin-Schöneberg.

#Mechthildwillswissen: Es braucht eine bessere Bezahlung der Pflegekräfte Besuch im Senioren-Domizil Tempelhof

Auf meiner Sommertour durch Pflegeeinrichtungen in Tempelhof-Schöneberg möchte ich erfahren, wie die Pflegepraxis vor Ort ausschaut. Am 10. August 2017 war ich daher zu Besuch im Senioren-Domizil Tempelhof in der Götzstraße 20a in Tempelhof. Von besonderem Interesse für mich sind die Umsetzung der drei Pflegestärkungsgesetze und die Herausforderungen, vor denen sich die Einrichtungen sehen. Ein immer wiederkehrendes Thema ist der akute Fachkräftemangel beim Pflegepersonal.

Lampe der Pflege – als Zeichen für Engagement für gute Pflege

Das Licht der Florence Nightingale wird weitergegeben. Mir wurde die „Lampe der Pflege“ aus den Händen von Roger Konrad, Marcus Jogerst-Ratzka und Yvonne Falckner weitergereicht. Ich habe es sehr gerne entgegen genommen. Roger Konrad ist Vorsitzender und Marcus Jogerst-Ratzka Stellvertreter von „Pflege in Bewegung e.V., Yvonne Falckner ist die Veranstalterin von CareSlam – Pflege auf der Bühne.

Florence Nightingale, die Pionierin der modernen Krankenpflege, wurde auch als "Lady with the lamp" (die Dame mit der Lampe) berühmt. Die „Lampe der Pflege“ soll an das Engagement von Florence Nigthingale für gute Pflege erinnern und uns auch dazu motivieren. Die Begründerin der modernen Krankenpflege hatte nicht nur Erfahrungswissen eingebracht, sondern auch Erkenntnisse aus der Wissenschaft. Sie hat aufgezeigt, dass Pflegefachkräfte eine gute und moderne Ausbildung brauchen.

„Organisieren Sie sich!“ Besuch der Ausbildungseinrichtung für Pflegeberufe am St. Joseph Krankenhaus in Tempelhof

Es ist mir enorm wichtig, mit Auszubildenden der Pflege und Lehrenden im Austausch zu stehen. Deshalb besuchte ich am 29. August 2017 die Schule für Gesundheitsberufe am St. Joseph Krankenhaus in Tempelhof. Neben Rainer Karius, dem Leiter der Bildungseinrichtung waren ca. 50 Lernende aus der Gesundheits- und Krankenpflege bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpflege anwesend. Darüber hinaus nahmen Pädagog*innen der Schule an der Diskussionsveranstaltung teil.

Neben den Berufen der Gesundheits- und Krankenpflege werden in dieser Ausbildungseinrichtung auch Hebammen ausgebildet, so dass ca. 200 Schüler*innen in unterschiedlichen Ausbildungsjahrgängen hier lernen. In der Pflegeausbildung wird schon jetzt nach generalistischem Konzept ausgebildet, d.h. die Lernenden aus der Gesundheits- und Krankenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege werden befähigt, Menschen aller Altersgruppen pflegerisch zu versorgen. Vor dem Hintergrund der demographischen Veränderungen und den damit verbundenen Herausforderungen und neuen Anforderungen im gesamten Gesundheitssystem begrüße ich dieses sehr.

Cafe Haberland: „Wir befragen die Kandidatinnen und Kandidaten zur Bundestagswahl 2017 - Wer will was in der nächsten Wahlperiode erreichen?“

„Von der Weltpolitik über Tegel in den Kiez und zurück“ überschrieb Madlen Haarbach ihren umfangreichen Artikel im Tagesspiegel zur Veranstaltung „Wir befragen die Kandidatinnen und Kandidaten zur Bundestagswahl 2017 - Wer will was in der nächsten Wahlperiode erreichen?“. Organisiert hatte die Veranstaltung der sehr agile Verein Quartier Bayerischer Platz e.V. im Cafe Haberland. Die Themen-Fragen und Antworten waren querbeet durch die Politik: Fragen zum Mieter*innenschutz und zur Mietbremse, Gerechtigkeit bei Rente, Gesundheit und Pflege, Bildung und Vielfältigkeit, Freiheit und Sicherheit, Steuern, Bundeswehr, Klimaschutz, besseres Zusammenleben von Fußgänger*innen, Fahrradfahrer*innen und Autofahrer*innen.

Für mich gab es ein Riesenärgernis, doch davon später.

Inhalt abgleichen