Mo., 24. April 2017

Seit Beginn der statistischen Erfassung der Kaiserschnittgeburten in Deutschland im Jahr 1991 hat sich ihr prozentualer Anteil an der Gesamtzahl der Geburten mehr als verdoppelt: Waren 1991 noch 15,3% aller Geburten Sectioentbindungen, kam 2015 fast jedes dritte Kind per Kaiserschnitt zur Welt (31,1%). Damit gehört der Kaiserschnitt in Deutschland zu den häufigsten operativen Eingriffen. So wie alle operativen Eingriffe birgt auch der Kaiserschnitt ein erhöhtes Risiko.

Insbesondere durch eine Kampagne des Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. (AKF) wurde ich 2014 auf die steigenden Kaiserschnittraten in Deutschland aufmerksam. Der AKF wies auf zahlreiche Ungereimtheiten im Hinblick auf die medizinische Notwendigkeit hin, da die Steigerungsraten regional zwischen 15 und 36 Prozent schwankten. Meiner Meinung nach konnte und kann eine solche Spannbreite nicht medizinisch begründbar sein. Es müssen andere strukturelle, organisatorische und ökonomische Gründe vorliegen, die dazu beitragen, dass der Anteil der normalen Geburten zurückgeht bzw. die Entscheidung für einen Kaiserschnitt begünstigt. So wird vermutet, dass Geburtshelfer*innen unter anderem aufgrund von Angst vor Komplikationen und späteren Schadensersatzklagen dazu bewegt sein könnten, nicht alleine oder nicht vorrangig nach medizinisch-fachlichen Kriterien zu entscheiden. Bekannt ist außerdem, dass Kaiserschnittgeburten höher vergütet werden als Vaginalgeburten. Erstaunlich war auch der Rückgang der am Sonntag geborenen Kinder.

Mi., 12. April 2017

Unser Gesundheitszustand kann sich innerhalb kürzester Zeit - sei es durch Unfall oder Krankheit - oder auch längerer Zeit, u.a. aufgrund des Alterns verschlechtern. Wir sind dann auf Hilfe und Unterstützung angewiesen, durch Familienangehörige oder auch durch anfangs unbekannte beruflich Pflegende. Gut ist es, wenn einem dann die entsprechende Beratung zur Verfügung steht. Eine der Stellen, die bei rechtlichen Fragen -in bestimmten Fällen ausschließlich für Mitglieder - sowie bei schwierigen medizinischen oder pflegerischen Situationen Unterstützung bietet, ist die Deutsche Stiftung Patientenschutz. Die Stiftung tritt im politischen und gesellschaftlichen Raum auch als Interessensvertreterin insbesondere für Schwerstkranke, Pflegebedürftige und Sterbende auf. Unter anderem auch im Hinblick auf die gerichtliche Schritte. Die Stiftung hat rund 55.000 Mitglieder.

Fr., 7. April 2017

Mitgliederversammlung am 9.3.2017

Alle Akteur*innen im Gesundheitswesen sind sich der erheblichen demographischen, gesellschaftlichen, medizinisch-technischen sowie epidemiologischen Veränderungen bewusst, und sehen die damit in Zusammenhang stehenden Herausforderungen. Aktuell weist der „Verein zur Förderung eines Nationalen Gesundheitsberuferates“ in seinem Papier „Den Dialog zwischen Gesundheitsberufen, Gesundheitswirtschaft und Bildung mit einem Nationalen Gesundheitsberuferat ermöglichen und fördern“ darauf hin und zeigt hiermit die Wichtigkeit einer Initiierung eben dieses Gremiums auf.

Fr., 7. April 2017

Was macht die SPD-Bundestags-Fraktion für Menschen mit Behinderungen? Dazu hat die Arbeits-Gruppe Inklusion der SPD-Bundestags-Fraktion in Zusammenarbeit mit dem AWO Büro Leichte Sprache im März 2017 das Heft „ES GEHT VORAN – AUF DEM WEG ZUR INKLUSION“ in leichter Sprache herausgegeben. Als Mitglied der Arbeits-Gruppe Inklusion setze ich mich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen ein. Ich freue mich, dass dieses Heft in leichter Sprache unsere Politik erklärt.

Do., 6. April 2017

Aufgrund des medizinischen Fortschritts werden heute auch Menschen mit angeborenem Herzfehler sehr viel älter als noch vor einigen Jahrzehnten. Während Patient*innen mit (mittel-)schwerem Herzfehler aus den Jahrgängen 1950-1959 leider nur zu 10 Prozent das Erwachsenalter erreichen konnten, überleben Menschen der Geburtsjahre 1990-1995 bereits zu 70 Prozent das achtzehnte Lebensjahr, darüber freue ich mich sehr! Diese gute Entwicklung bringt auch drängende Herausforderungen für das Gesundheitswesen mit sich. Es entsteht eine neue Gruppe von Patient*innen mit teils korrigierten oder palliativ zu behandelnden Herzfehlern, deren Versorgung noch nicht ausreichend gewährleistet ist.

Mi., 5. April 2017

Um darüber zu informieren, welche Themen wir bis zum Ende der Sitzungswochen noch im Deutschen Bundestag behandeln werden, hatte ich am 24. März 2017 zur Veranstaltung „Bundestag aktuell“ eingeladen. Eine besondere Freude war es, dass zahlreiche neu in die SPD eingetretenen Genoss*innen aus allen Abteilungen der SPD-Tempelhof-Schöneberg den Weg ins Jakob-Kaiser-Haus gefunden haben.

Gerade jetzt treten die Unterschiede zwischen CDU/CSU und SPD sehr offen zu Tage. Entsprechend kontrovers werden derzeit die Gespräche zwischen SPD und CDU/CSU geführt. So befasste sich der Koalitionsausschuss am 29. März 2017 mit 90 Tagesordnungspunkten, konnte sich aber lediglich bei 11 Punkten einigen. Der Koalitionsausschuss entscheidet über die Streitpunkte, wenn sich die Fachpolitiker*innen nicht der Koalition nicht einigen können. Aber bei einigen Themen kam es zu keiner Einigung, Ehe für Alle, Solidarrente, Schärfung der Mietpreisbremse sind nur einige der Beispiele. Die Union blockiert. Daher wird es „Zeit für mehr Gerechtigkeit“ und für eine sozialdemokratisch geführte Regierung mit einem Bundeskanzler Martin Schulz.

Di., 4. April 2017

Hallo, mein Name ist Melanie Wehler. Ich bin 24 Jahre alt und studiere Politik, Verwaltung und Organisation an der Uni Potsdam. Nach meinem Abitur 2011 habe ich zunächst eine Ausbildung zur Bankkauffrau gemacht und mich danach entschieden mein Interesse für Politik durch ein politikwissenschaftliches Studium auch beruflich zu verfolgen.

Im Rahmen meines Studiums ist ein Pflichtpraktikum vorgesehen. Ziel des Praktikums ist es, dass Theoretische aus dem Studium mit der Praxis zu verknüpfen. Die themenbezogene Arbeit von Mechthild Rawert ist vielfältig und breit gefächert. Über meine Zusage für ein Praktikum im Bundestagsbüro von Mechthild Rawert habe ich mich daher umso mehr gefreut.

Fr., 31. März 2017

Das Gesetz zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen dient dazu, dass Frauen in Deutschland künftig für die gleiche oder gleichwertige Arbeit auch den gleichen Lohn erhalten wie Männer. Dazu wird es mehr Transparenz bei den Gehaltsstrukturen geben. Betriebe mit mehr als 200 Beschäftigten müssen Frauen, die wissen möchten, was sie im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen verdienen, künftig Auskunft erteilen.

Viele Frauen ahnen, dass sie schlechter bezahlt werden als ihre männlichen Kollegen im Betrieb, auch wenn sie die gleiche Arbeit machen. Meist erfahren Sie von der faktischen Lohnlücke durch Zufall. Dabei steht seit 1949 im Grundgesetz: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“. Nur beim Lohn gilt das in der Praxis häufig nicht. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes verdienen Frauen pauschal 21 Prozent weniger als Männer. Im Schnitt verdienen Frauen pro Stunde knapp 4,50 Euro weniger als Männer. Das hängt zum Teil damit zusammen, dass sie öfter in Teilzeit arbeiten und häufiger Jobs in schlechter bezahlten Branchen haben, wie etwa in der Pflege oder in der Kinderbetreuung. Ohne diese Faktoren beträgt der Lohnunterschied nach unterschiedlichen Berechnungen fünf bis sieben Prozent.

Fr., 31. März 2017

In meiner heutigen Rede habe ich deutlich gemacht: Wir haben die größte Pflegereform seit der Einführung der Sozialen Pflegeversicherung durchgeführt: Sie ist erfolgreich und kommt bei den Menschen an. Dies bestätigt der 6. Pflegebericht. Pflegebedürftige und ihre Angehörige profitieren von zahlreichen Leistungsverbesserungen. Auch die Pflegekräfte profitieren, z. B. durch bessere tarifliche Bezahlung.

Ich habe eine weitere und abschließende Bitte an die 1,2 Millionen beruflich Pflegenden - der Deutsche Pflegetag hat das gezeigt -: Bündeln Sie Ihre Interessen! Treten Sie ein in eine Gewerkschaft, in einen Berufsverband, in eine Pflegekammer oder auch in eine Partei! Denn es stimmt: Sie haben die Wahl; Sie entscheiden mit. Machen Sie Ihr Kreuz auch unter Berücksichtigung Ihrer eigenen Interessen bei denjenigen, die sich für eine gute, generalistische Pflegeausbildung einsetzen.

Do., 30. März 2017

Der „Deutsche Pflegetag 2017“ – Tage der Pflege 

"DIE PFLEGE HAT DIE WAHL" - unter diesem Motto fand der diesjährige „Deutsche Pflegetag 2017 - Pflege stärken mit starken Partnern“ vom 23.-25. März 2017 in der STATION-Berlin statt.

Organisiert vom „Deutschen Pflegerat e.V.“ und der „Schlüterschen Verlagsgesellschaft“ gilt er deutschlandweit als die zentrale Branchenveranstaltung der Pflege. Der „Deutsche Pflegetag“ möchte für die Pflege in unserem Land ein deutliches Zeichen setzen.