Vor Ort

#Mechthildwillswissen: St. Norbert-Gemeinde kennt den Wandel - Menschen aus vielen Nationen finden hier eine gute Heimat

Wer von Tempelhof zum Rathaus Schöneberg fährt, kommt meist direkt an ihr vorbei: die römisch-katholische Kirche an der Dominicusstr. 19 in Schöneberg.

Geweiht ist der imposante Bau Norbert von Xanten. Dieser Heilige ist dafür bekannt, dass er in seinem Leben große Lebensänderungen vollzog: Er war reich und wurde dann ein asketisch lebender Verächter der Welt. Später wirkte er dann als Erzbischof von Magdeburg.

Auch die ihm geweihte Kirche, Sankt Norbert, kennt den Wandel: Während des 1. Weltkrieges wird sie errichtet. Neoromanische Formensprache zeichnet die Architektur aus. Die im 2. Weltkrieg erhaltene Doppelturmfassade wird Ende der 1960er Jahre dem Straßenbau geopfert und der Rest des Gebäudes äußerlich im damals zeitgemäßen Stil verändert. Der überraschend schöne, überkuppelte Kirchenraum zitiert den byzantinischen Rundbau und ist noch erhalten.

#Mechthildwillswissen: beeindruckendes Engagement der Mittwochs-Initiative e.V.

Seit über 20 Jahren kochen Ehrenamtliche jeden Mittwochabend für drogenabhängige Sexarbeiter*innen in der Kurfürstenstraße. Ich finde das ein bewundernswertes Engagement und deshalb besuchte ich die Mittwochs-Initiative e.V. auf meiner Sommertour am 16. August 2017.  Die Ehrenamtlichen sind Nachbar*innen und engagierte Menschen, die den Sexarbeiter*innen jeden Mittwochabend einen Schutzraum geben.

Von 19-22 Uhr öffnen sich die Türen im Gemeindehaus der Evangelischen Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde in Berlin-Schöneberg für Sexarbeiter*innen und Heroinkonsument*innen. Ich begrüße es sehr, dass die Kirchengemeinde der Evangelischen Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde diese Unterstützung möglich macht! Ich habe bei dem Gespräch mit den ehrenamtlich Engagierten und mit den Sexarbeiter*innen viel Wissenswertes erfahren, was mich tief beeindruckt hat.

#Mechthildwillswissen: Eine Schöneberger Gemeinde will Zugänge schaffen - Inklusion und Öffnung: Der Heilsbronnen wandelt sich

Bald 105 Jahre steht an der Heilbronner Straße in Schöneberg die „Kirche zum Heilsbronnen“. Eine stattliche evangelische Kirche nah am Bayerischen Platz. Wikipedia weiß: „Weil sich auf dem Wiesenstück zuvor eine Quelle befunden haben soll, kann dies bei der Namensgebung für die neue Kirche eine Rolle gespielt haben.“

Zu Besuch bei Pfarrer Florian Kunz und Diakon Axel Heyne wird die Nähe zur Quelle spürbar: Ich erfahre viel über Um- und Aufbrüche. Beide Männer stehen für eine Gemeinde mit bewusst gelebten Traditionen und einer geöffneten Tür für Neues.

Nur eine inklusive Gesellschaft ist eine gerechte Gesellschaft

„Wir sind nicht behindert, wir werden behindert“, appellierte Benno Laakmann – und ich füge hinzu, nur eine inklusive Gesellschaft ist eine gerechte Gesellschaft.

Um den Barrieren auf den Grund zu gehen, habe ich gemeinsam mit der „Arbeitsgemeinschaft Selbst Aktiv - Menschen mit Behinderungen in der SPD“ der SPD Berlin am 30. August 2017 in den Wilhelm-Leuschner Saal des DGB-Hauses in der Keithstraße zur Diskussion eingeladen. Trotz des schönen Sommerwetters waren sehr viele Menschen mit und ohne Behinderung unserer Einladung gefolgt. Es nahmen Vertreter*innen von Selbsthilfeorganisationen von Menschen mit Behinderung, Aktivist*innen, Beiräten für Menschen mit Behinderungen, Senior*innenvertretungen, Sozialverbänden, Fachverbänden und Trägern teil sowie zahlreiche Mitglieder der AG Selbst Aktiv teil. Sie alle brachten zahlreiche Anliegen und Anregungen für die Politik und die Gesellschaft mit.

Das Blaue Kamel: „Berlin wählt - ich auch“ – 2017: Meine Stimme für Inklusion

Alle Menschen können Politik machen. Am 24. September 2017 ist Bundestagswahl. Auch Sie haben die Möglichkeit, wählen zu gehen. Denn Ihre Stimme ist wichtig.

Wählen ist ein Grundrecht für Bürger*innen mit und ohne Beeinträchtigungen. Sie alle wollen durch ihr Wählengehen die Politik mitbestimmen. Damit auch alle verstehen, worum es bei der Bundestagswahl 2017 geht, hat die Bundeszentrale für politische Bildung Materialien in Leichter Sprache erstellt. Auch der Bundeswahlleiter informiert auf seiner Webseite in leichter Sprache „Was muss ich über die Bundestags-Wahl wissen?“Wir Sozialdemokrat*innen machen uns stark dafür, dass jeder Mensch unser Wahlprogramm versteht. Deshalb gibt es das Wahl Programm der SPD für die Bundestags Wahl  2017 wieder in Leichter Sprache.

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