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Weibliche Genitalverstümmelung ist eine Menschenrechtsverletzung

Mechthild Rawert, SPD-Bundestagsabgeordnete für Tempelhof-Schöneberg und Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarats erklärt zum  „Internationalen Tag der Nulltoleranz gegen weibliche Genitalverstümmelung“, der jährlich am 6. Februar begangen wird:

„Mit dem Internationalen Tag der Nulltoleranz gegen weibliche Genitalverstümmelung wird auf einen millionenfachen Verstoß gegen das Menschenrecht auf sexuelle Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit hingewiesen.“, so Rawert.

Deutschland hat 2013 das Strafrecht geändert und mit § 226a Strafgesetzbuch -Verstümmelung weiblicher Genitalien - einen eigenen Straftatbestand geschaffen. „Doch allein die Änderung des Strafbesetzbuches ändert nichts. Es kommt darauf an, dass wir wieder und wieder auf die weitreichenden medizinischen und juristischen Folgen der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) hinweisen und diesen Menschenrechtsverstoß anprangern.“, so Rawert weiter. „Die weibliche Genitalverstümmelung wird mit Freiheitsstrafe geahndet. Das sollte jedem Menschen klar sein.“, erklärt Rawert.

Weibliche Genitalverstümmelung (englisch female genital mutilation, kurz FGM) hat gravierende gesundheitliche Auswirkungen. So können zum Beispiel Schmerzen beim Urinieren, Verlust sexueller Empfindung und auch Zysten, Abszesse, Infektionen der Blase und Inkontinenz als Folgen auftreten. Auch Unfruchtbarkeit gehört zu den möglichen Langzeitfolgen. Laut der Desert Flower Foundation, gegründet von Waris Dirie, Supermodel und selbst Opfer weiblicher Genitalverstümmelung, leben rund eine Million verstümmelte oder von FGM bedrohte Mädchen und Frauen in Europa.

„Wir Berliner*innen können uns im Desert Flower Center Waldfriede im Zehlendorfer Krankenhaus Waldfriede informieren, können Patenschaften begründen und Spender*in werden. Wir sind alle aufgerufen uns diesem Thema zu stellen, es immer wieder ins gesellschaftliche Bewusstsein zu holen und die weibliche Genitalverstümmelung  als Menschenrechtsverletzung zu ächten.“, mahnt Rawert abschließend.