Gesundheit

Experten: Genitalverstümmelung ist Menschenrechtsverletzung


Der Kampf gegen die Genitalverstümmelung bei Mädchen und Frauen muss verstärkt werden. Das forderten Sachverständige während einer öffentlichen Anhörung im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am 19. September. Dazu müssten Information und Prävention verbessert werden und mit einem nationalen Aktionsplan das Bewusstsein für die Problematik geschärft werden. Außerdem wurde mehrheitlich die Schaffung eines eigenen Straftatbestandes der Genitalverstümmelung gefordert.



Für eine Vorbildrolle Deutschlands beim Kampf gegen Genitalverstümmelung sprach sich Alice Berendt vom Kinderhilfswerk Plan International Deutschland aus. Die Beschneidung weiblicher Genitalien, die vor allem in afrikanischen Staaten praktiziert werde, müsse dort durch verstärkte Aufklärung bekämpft werden. Vielfach sei man dort über die verheerenden Folgen nicht informiert und erkenne daher in der Beschneidung auch keine Körperverletzung.

G8- ParlamentarierInnenkonferenz

„Mehr Geld zum Kampf gegen HIV/Aids“ - lautet die eindringliche Forderung an den G8- Gipfel, der in Heiligendamm vom 6. bis 8. Juni stattfindet. Diesem Appell haben sich nun auch ParlamentarierInnen aus Afrika, Europa und den G8- Staaten angeschlossen. Außerdem verpflichteten sie sich dazu, sich für bessere Lebensbedingungen durch den Zugang zu Gesundheit einsetzen.

„Wir übernehmen Verantwortung für die Bereitstellung des universellen Zugangs zu reproduktiver Gesundheit bis zum Jahr 2015“, heißt es in dem Aufruf der G8- ParlamentarierInnenkonferenz. Das heißt, jede Frau soll rund um Familienplanung, Verhütung, Schwangerschaft und Geburt Zugang zu Beratungsangeboten und zu gesundheitlicher Versorgung haben. Eng verbunden mit diesen Maßnahmen sollen auch Programme zur Prävention von HIV und Aids sein, unterstrichen die ParlamentarierInnen.

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