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Aufbruchs-Forderungen auf der „Deutsch-Türkischen Woche 2009“

„Ich stehe für weitere Änderungen im Staatsbürgerschaftsrecht und habe dieses durch mein Nein zum Zuwanderungsgesetz im Deutschen Bundestag auch deutlich gemacht. Ich bin eine Gegnerin des Optionszwanges“, erläuterte Mechthild Rawert (SPD), Bundestagsabgeordnete für Tempelhof- Schöneberg und Mitglied der Arbeitsgruppe „Migration und Integration“ der SPD- Bundestagsfraktion, am 12. Juni im Rahmen der „German-Turkisch Week 2009“.
Unter reger Teilnahme vieler junger gut ausgebildeter Menschen diskutierten VertreterInnen von Parteien, zivilgesellschaftlicher Organisationen und aus dem privaten Sektor die politische Agenda der Parteien im Wahljahr 2009.
Seitens der SPD wurde auf Veränderungen im Staatsbürgerschaftsrecht, auf die vielfältigen Ansätze zur Integration durch Bildung und für gelebte Vielfalt verwiesen.

Gefordert wurden insbesondere eine stärkere strukturelle Durchlässigkeit im Bildungssystem sowie der Abbau von Benachteiligungen u.a. bei der Arbeitsplatzaufnahme. „Ihr seid die nächste Generation Berlins, die angehende Elite Berlins“, bekräftigte Rawert und verwies darauf, dass ein großer Teil der Kinder und jungen Menschen aus binationalen Ehen stammen bzw. eine familiale Migrationsbiographie haben. „Ich bitte um euer Engagement - in Vereinen und Verbänden, aber auch in Parteien. Nur so sind Veränderung und Wandel in der Gesellschaft und in der Politik möglich,“ lud Rawert die Anwesenden zur zivilgesellschaftlichen BürgerInnenarbeit ein.

Die Deutsch-Türkische Woche 2009 wollte innerhalb der deutschen Öffentlichkeit ein Bewusstsein für die Geschichte und Entwicklung der deutsch-türkischen Gemeinschaft und ihrer Beiträge in der deutschen Gesellschaft schaffen. Gefeiert wurde die Vielfalt und der Reichtum der deutsch- türkischen Kultur.